Google Analytics zählt nur Besucher, die im Cookie-Banner "Alle akzeptieren" klicken. Alle anderen sind unsichtbar - je nach Branche oft mehr als die Hälfte. Ihre Statistik zeigt also nicht Ihre Besucher. Sie zeigt die Höflichen.
Trotzdem wird auf dieser Basis entschieden: Werbebudget, Website-Umbau, Vertrieb. Das ist, als würden Sie Ihren Laden nach den Kunden umräumen, die beim Reinkommen gegrüßt haben.
Was ist Umami?
Umami ist ein Analyse-Werkzeug für Websites. Es beantwortet dieselben Fragen wie Google Analytics: Wie viele Besucher waren da? Welche Seiten haben sie gelesen? Woher kamen sie? Der Unterschied liegt darin, wie gemessen wird - ohne Cookies, ohne persönliche Profile, und die Daten liegen auf einem eigenen Server in Europa statt bei einem US-Konzern.
Die Software ist quelloffen und wird weltweit von tausenden Websites eingesetzt, den Quellcode kann jeder prüfen (Umami auf GitHub). Einen Überblick gibt es auf umami.is. So sieht die Auswertung aus:

Weil Umami keine Cookies setzt und keine personenbezogenen Daten speichert, ist nach verbreiteter Auffassung keine Einwilligung nötig - ein transparenter Hinweis in der Datenschutzerklärung genügt in der Regel. Ihre Besucher müssen nichts wegklicken. Und genau deshalb tauchen sie vollständig in der Statistik auf, nicht nur der Teil, der brav "Akzeptieren" drückt.
Was das für Ihr Marketing bedeutet
Vollständige Zahlen sind kein Selbstzweck. Sie ändern konkrete Entscheidungen:
- Werbebudget: Sie sehen, ob die Google-Anzeige Anfragen bringt oder nur Klicks. Kampagnen, die in der Cookie-Statistik wertlos aussahen, entpuppen sich oft als profitabel - und umgekehrt.
- Inhalte: Sie sehen, welcher Blogartikel und welche Leistungsseite tatsächlich Kontaktanfragen auslösen - und investieren in das, was funktioniert, statt in das, was sich gut anfühlt.
- Offline-Werbung: Mit messbaren Kurzlinks sehen Sie sogar, wie viele Besucher über Visitenkarte, Flyer oder E-Mail-Signatur kommen. Werbung ohne Rückkanal gibt es dann nicht mehr.
Dazu kommt der Nebeneffekt beim ersten Eindruck: Je weniger einwilligungspflichtige Dienste auf der Website laufen, desto kleiner wird das Cookie-Banner, das Ihre Besucher begrüßt.
So machen wir es selbst
Unsere eigene Website flownova.de läuft mit selbst gehostetem Umami auf einem EU-Server: jede Anfrage, jeder Klick auf die Telefonnummer, jede Terminbuchung wird gemessen - ohne ein einziges Analyse-Cookie. Wir sehen, welcher Kanal Erstgespräche bringt und welche Seiten überzeugen. Bei unseren Website-Projekten richten wir dieselbe Messung von Anfang an mit ein, denn eine Website ohne ordentliche Messung ist ein Verkäufer, der nie erzählt, was im Kundengespräch passiert ist. Mehr dazu, wie wir Unternehmen bei der Digitalisierung begleiten.
Der Aufwand
Die Software ist quelloffen und kostenlos. Ein Server in der EU kostet wenige Euro im Monat. Die Einrichtung dauert in der Regel wenige Tage: Messung einbauen, die Ereignisse definieren, die für Ihr Geschäft zählen (Formulare, Anrufe, Terminbuchungen), Datenschutzerklärung anpassen. Google Analytics kann parallel weiterlaufen, bis Sie die Zahlen verglichen haben.
Wir richten das ein - von der Technik bis zum Text in der Datenschutzerklärung. Erstgespräch vereinbaren, wir melden uns innerhalb von 2 Werktagen.
Häufig gestellte Fragen
Frage: Ist Umami DSGVO-konform?
Antwort: Umami arbeitet ohne Cookies und speichert keine personenbezogenen Daten; auf einem EU-Server bleiben die Daten in Europa. Nach verbreiteter Auffassung ist dafür keine Einwilligung nötig - es genügt in der Regel ein Hinweis in der Datenschutzerklärung mit Abschaltmöglichkeit. Die endgültige Bewertung gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Frage: Brauche ich dann kein Cookie-Banner mehr?
Antwort: Für die Besucherzählung selbst nicht. Nutzen Sie zusätzlich Dienste mit Cookies, etwa Google Ads oder eingebettete Videos, bleibt das Banner für diese Dienste nötig - es wird aber deutlich schlanker.
Frage: Muss ich Google Analytics sofort abschalten?
Antwort: Nein. Beide Systeme können eine Zeit lang parallel laufen. So sehen Sie selbst, wie groß der Unterschied zwischen der Teilmenge mit Einwilligung und den vollständigen Zahlen ist - und entscheiden danach in Ruhe.
Frage: Was kostet die Umstellung?
Antwort: Software kostenlos, Serverbetrieb wenige Euro im Monat, Einrichtung in der Regel ein Projekt von wenigen Tagen - abhängig davon, wie viele Ereignisse (Formulare, Anrufe, Buchungen) gemessen werden sollen.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Die datenschutzrechtliche Bewertung Ihrer Website gehört in die Hände Ihres Datenschutzbeauftragten.